Warum entstehen Furze bei Durchfall?
Wer unter Durchfall leidet, kennt das unangenehme Begleitgefühl: Blähungen und vermehrtes Furzen. Das liegt oft an einer gestörten Darmfunktion, wie sie beim sogenannten Reizdarmsyndrom vorkommt. Bei dieser häufigen Erkrankung arbeitet der Darm nicht mehr reibungslos – die Muskulatur zieht sich unregelmäßig zusammen, was zu Durchfall, aber auch zu Verstopfung führen kann.
Die gestörte Darmmotorik begünstigt die Bildung von Gasen, die sich im Darm sammeln und letztendlich als Furz entweichen. Viele Betroffene berichten daher von einem aufgeblähten Bauchgefühl, Bauchkrämpfen und einem starken Druck, der sich nur durch das Ablassen von Gasen lindert. Neben den körperlichen Ursachen spielt auch die Psyche eine Rolle: Stress kann das Reizdarmsyndrom verschlimmern und so die Beschwerden verstärken.
Auch andere Magen-Darm-Infekte oder eine Unverträglichkeit bestimmter Lebensmittel können zu Durchfall und gleichzeitig zu erhöhter Gasbildung führen. Der Körper versucht dann, sich von unverdaulichen oder schädlichen Substanzen zu befreien – dabei entstehen Nebenprodukte wie Gase. Besonders bei einer unausgewogenen Ernährung oder bei empfindlichen Därmen kann es leicht zu einer Übersäuerung und vermehrter Fermentation im Darm kommen, was ebenfalls blähend wirkt.
Wichtig ist, bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufzusuchen, um ernsthafte Erkrankungen frühzeitig auszuschließen. In vielen Fällen hilft schon eine angepasste Ernährung, mehr Ruhe und weniger Stress, um dem Darm wieder ins Gleichgewicht zu helfen.
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