Warum Grabkerzen oft vorzeitig ausgehen

Grabkerzen symbolisieren Wärme, Hoffnung und die Verbundenheit mit Verstorbenen. Doch oft erlöschen sie schneller, als erhofft – manchmal schon nach wenigen Stunden. Ein Grund dafür ist die direkte Sonneneinstrahlung. Vor allem bei Kerzen auf Ölbasis ist das ein häufiges Problem.

Wenn die Sonne direkt auf die Kerze scheint, erwärmt sie die Brennmasse stark. Das Wachs oder die Ölflüssigkeit beginnen früher und schneller zu schmelzen, als der Docht abbrennen kann. Dadurch verliert der Docht seinen Halt und kippt in die flüssige Masse. Ohne ausreichend Sauerstoff erlischt er dann – die Kerze geht aus.

Um das zu verhindern, sollte die Kerze an einem schattigen Platz aufgestellt werden. Auch ein windgeschützter Standort hilft, denn starker Wind kann die Flamme zusätzlich beeinträchtigen oder das Schmelzverhalten beeinflussen. Besonders im Frühjahr und Sommer, wenn die Sonne intensiver wird, lohnt es sich, auf eine geeignete Stelle zu achten.

Qualitativ hochwertige Kerzen in stabilen Gehäusen halten länger und sicherer. Doch selbst die beste Kerze hat keine Chance, wenn sie den ganzen Tag der prallen Sonne ausgesetzt ist. Ein wenig Voraussicht beim Aufstellen sorgt dafür, dass die Flamme länger lebt – und die Gedenkstunde würdevoll bleibt.

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