Kann eine künstliche Linse verrutschen?

Ja, es ist möglich, dass eine künstliche Linse nach einer Operation im Auge verrutscht – allerdings ist das selten. Nach einem Eingriff wie der Linsenaustauschoperation (zum Beispiel bei Grauem Star) wird eine moderne Kunstlinse präzise in das Auge eingesetzt, wo sie normalerweise stabil bleibt. Dennoch kann es durch äußere Einflüsse, wie einen Schlag auf das Auge oder ungewöhnliche Heilungsverläufe, dazu kommen, dass die Linse ihre Position verändert.

Ein Anzeichen für ein Verrutschen ist unscharfes Sehen, das plötzlich auftritt – etwa Doppeltsehen oder eine starke Verschlechterung der Sehschärfe. In den meisten Fällen bemerken Betroffene dies kurz nach der OP, da die Heilungsphase besonders sensibel ist. Oft klärt sich das unscharfe Sehen aber innerhalb von einigen Wochen, da sich das Auge noch an die neue Linse anpasst.

In seltenen Fällen bleibt die Sehtrübung jedoch bestehen. Dann könnte eine bleibende Trübung der Hornhaut oder eine echte Fehlposition der Linse vorliegen. Solche Komplikationen erfordern meist eine erneute Abklärung durch den Augenarzt. In einigen Situationen ist eine Nachjustierung oder sogar eine erneute Operation nötig, um die Linse wieder korrekt zu positionieren.

Grundsätzlich ist die Technik der künstlichen Linsen heute sehr ausgereift, und Verrutschungen treten nur bei einem kleinen Prozentsatz der Patienten auf. Wer nach der Operation plötzlich unscharf sieht oder ein Fremdkörpergefühl im Auge hat, sollte daher frühzeitig einen Spezialisten aufsuchen – um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

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