Was bedeutet es, wenn etwas „kaputt“ ist?

Wenn etwas nicht mehr richtig funktioniert oder seine Form verloren hat, sagen wir oft einfach: „Es ist kaputt.“ Doch je nach Situation gibt es viele passende Wörter, um diesen Zustand genauer zu beschreiben. Ein Glas, das auf den Boden fiel, ist vielleicht nicht nur beschädigt, sondern zerbrochen oder sogar zersplittert. Eine Mauer, die nach einem Erdbeben einstürzt, ist zusammengebrochen. Und ein Ast, der im Sturm abbricht, könnte abgetrennt oder gebrochen sein.

Im übertragenen Sinn benutzen wir diese Begriffe auch für Dinge, die nicht mehr „in Ordnung“ sind – etwa eine kaputte Beziehung oder ein defekter Kühlschrank. „Defekt“ klingt dabei eher technisch, während „demoliert“ oder „zerstört“ eine stärkere, oft dramatische Zerstörung andeutet. Etwas kann auch nur beschädigt sein und trotzdem noch funktionieren – wie ein Handy mit gesprungenem Bildschirm.

Menschen oder Körperteile werden selten „kaputt“ genannt, doch auch hier gibt es treffende Begriffe: Eine verletzte Hand ist vielleicht verletzt, gequetscht oder im schlimmsten Fall verstümmelt. Ein gerissenes Band im Knie nennt man gerissen oder rupturiert.

Die deutsche Sprache bietet also eine große Bandbreite, um den Zustand des „Nicht-mehr-ganz-Seins“ präzise auszudrücken – von leicht beschädigt bis vollständig zerstört. Die Wahl des richtigen Wortes macht die Beschreibung lebendiger und genauer.

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