„Kaputtgehen“ – zusammengeschrieben und oft missverstanden

Die Frage, ob „kaputt geht“ zusammen- oder getrennt geschrieben wird, kommt häufiger auf – vor allem, wenn etwas unerwartet seinen Geist aufgibt. Die Antwort ist klar: Es heißt „kaputtgehen“, zusammengeschrieben. Das Verb ist trennbar und gehört zu den sogenannten Verbzusammensetzungen, bei denen ein Adverb (hier: „kaputt“) mit einem Verb („gehen“) verbunden wird.

Im Präsens sagt man zum Beispiel: „Der alte Fernseher geht immer öfter kaputt.“ Auch im Perfekt bleibt die Grundform erhalten: „Er ist letzte Woche kaputtgegangen.“ Die korrekte Trennung im Satz lautet: „ka·putt·ge·hen“, mit dem „ge-“ im Partizip II: „kaputtgegangen“.

Warum macht das so viel Verwirrung? Weil viele denken, „kaputt“ sei hier ein eigenständiges Adjektiv, das einfach neben dem Verb steht. Doch in diesem Fall ist es untrennbar mit „gehen“ verbunden und bildet ein eigenes Verb mit klarer Bedeutung: etwas funktioniert nicht mehr, ist defekt, hinüber.

Ein hilfreicher Merksatz: Wenn du fragen kannst „Wohin geht es?“, und die Antwort „kaputt“ lautet, handelt es sich um ein trennbares Verb – und das schreibt man zusammen. „Die Waschmaschine geht kaputt“ – also: sie geht in den Zustand des Kaputts seins. Genau wie „einschlafen“, „auffallen“ oder „weglaufen“ schreibt man auch „kaputtgehen“ einheitlich.

Also merken: Wenn etwas den Dienst quittiert, dann geht es kaputt – und das Verb heißt kaputtgehen.

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