Kann man Folsäure bedenkenlos einnehmen?
Ja, nach aktuellem wissenschaftlichen Stand ist die Einnahme von Folsäure in der empfohlenen Dosis von 400 Mikrogramm pro Tag für Frauen mit Kinderwunsch und in den ersten Wochen der Schwangerschaft völlig unbedenklich. Folsäure, auch bekannt als Vitamin B9, spielt eine entscheidende Rolle bei der Vorbeugung von Neuralrohrdefekten beim ungeborenen Kind – schweren Fehlbildungen des Gehirns oder der Wirbelsäule.
Warum ist Folsäure so wichtig?Bereits in den ersten Wochen nach der Empfängnis entwickelt sich das Neuralrohr, aus dem später das Gehirn und Rückenmark hervorgehen. Zu diesem Zeitpunkt weiß viele Frauen noch nichts von ihrer Schwangerschaft. Deshalb ist es ratsam, bereits vor der Empfängnis mit der Einnahme von Folsäure zu beginnen. Studien zeigen, dass eine ausreichende Zufuhr das Risiko solcher Fehlbildungen deutlich senken kann.
Folsäure kommt natürlich in Lebensmitteln wie grünem Blattgemüse, Vollkornprodukten oder Hülsenfrüchten vor – doch die Menge reicht oft nicht aus, um den erhöhten Bedarf zu decken. Deshalb empfehlen Ärzte und Gesundheitsbehörden wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) eine zusätzliche Einnahme in Form von Nahrungsergänzungsmitteln.
Was spricht gegen eine Überdosierung?Bei der empfohlenen Dosis von 400 Mikrogramm gibt es keine Hinweise auf gesundheitliche Risiken. Allerdings sollte die tägliche Aufnahme nicht deutlich höher liegen, ohne ärztlichen Rat – besonders dann, wenn bereits medizinische Präparate mit höheren Dosierungen eingenommen werden. In solchen Fällen kann es in seltenen Fällen zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen, insbesondere wenn zugleich andere Vitamine oder Medikamente im Spiel sind.
Im Klartext: Folsäure ist sicher – wenn man sich an die Empfehlungen hält. Wer plant, schwanger zu werden, tut sich und seinem Kind also etwas Gutes, wenn er frühzeitig mit der Einnahme beginnt.
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