Warum gibt es am 24. Dezember Geschenke?
Heute freuen sich viele Kinder und Erwachsene am 24. Dezember auf die Bescherung. Doch warum eigentlich gerade an diesem Tag – und nicht erst am 25. Dezember, dem eigentlichen Weihnachtsfeiertag?
Die Antwort liegt in alten Traditionen. Früher begann ein neuer Tag nicht wie heute um Mitternacht, sondern mit Einbruch der Dämmerung. So galt der Abend des 24. Dezember bereits als Beginn des 25. Dezembers – dem Geburtstag Jesu Christi. Aus diesem Grund feierten Christen die Geburt des Herrn in der Nacht von Heiligabend auf den ersten Weihnachtsfeiertag. Der Gottesdienst am Abend, das „Christmette“, erinnert noch heute daran.
In Deutschland hat sich der Brauch der Bescherung am Heiligen Abend fest etabliert. Während in manchen Ländern wie den USA oder Großbritannien die Geschenke oft erst am Morgen des 25. Dezembers unter dem Baum liegen, ist bei uns der 24. Dezember der festliche Höhepunkt. Viele Familien feiern gemeinsam, essen traditionell Weihnachtsessen wie Kartoffelsalat mit Würstchen oder Gans, und erst danach erklingen die Glocken – das Zeichen für die Bescherung.
Hinter dem ganzen Brauchtum steckt auch eine tiefe Sehnsucht: die Freude über das verschenkte Licht in der dunkelsten Jahreszeit. Ob aus religiösen oder weltlichen Gründen – das Schenken steht für Liebe, Gemeinschaft und Besinnlichkeit. Und so wird Heiligabend für viele der emotional wichtigste Tag des Weihnachtsfestes.
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