Warum gibt es das Alte und das Neue Testament?
Die Bibel, das zentrale Buch des Christentums, besteht aus zwei großen Teilen: dem Alten und dem Neuen Testament. Diese beiden Teile gehören zusammen, zeigen aber unterschiedliche Etappen in der Beziehung zwischen Gott und den Menschen.
Das Alte Testament ist die heilige Schrift des Judentums. Es erzählt von der Schöpfung der Welt, dem Bund Gottes mit Abraham, der Befreiung des jüdischen Volkes aus Ägypten und den Gesetzen, die Gott durch Mose gab. Christen übernahmen diese Schriften, weil sie sie als Grundlage ihres Glaubens ansehen – als „Alten Bund“ zwischen Gott und Israel.
Der Neue Bund entstand für Christen mit Jesus Christus. Sie glauben, dass Jesus das Versprechen Gottes erfüllt hat, die Welt zu retten. Sein Leben, seine Botschaft, sein Sterben und seine Auferstehung bilden den Kern des Neuen Testaments. Dort finden sich die Evangelien, die Briefe der Apostel und die Offenbarung – Schriften, die den neuen Weg Gottes zu allen Menschen beschreiben.
So ist das Alte Testament für Christen nicht veraltet, sondern erfüllt sich nach ihrer Überzeugung im Neuen Testament. Beide Teile gehören zusammen: Der eine bereitet den Weg, der andere zeigt die Erfüllung. In dieser Verbindung sehen Christen Gottes langen Atem – von der Schöpfung bis zur Botschaft der Liebe und Erlösung durch Jesus.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.