Heineken zieht sich aus Russland zurück – mit finanziellen Folgen

Seit 2022 hat der niederländische Braukonzern Heineken seine Aktivitäten in Russland schrittweise eingestellt. Produktion, Vertrieb und Werbung für die gleichnamige Biermarke wurden eingestellt, was vielen Verbrauchern in Deutschland und anderswo auffiel – nicht zuletzt, weil das Bier plötzlich schwerer zu bekommen war. Der Hintergrund: Der Rückzug erfolgte als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine, der weltweit zu einer Neuausrichtung vieler Unternehmen führte.

Der Austritt hatte allerdings keine sofortige Wirkung für alle Marken. Während die Produktion von Heineken in Russland gestoppt wurde, liefen andere Aktivitäten zunächst weiter. So wurde beispielsweise die Marke Amstel noch Monate länger produziert. Laut Angaben aus dem Jahr 2023 sollte die Fertigung auch dieser Marke erst innerhalb der folgenden sechs Monate vollständig eingestellt werden.

Der Rückzug aus dem russischen Markt kostet das Unternehmen erheblich. Wie die Handelsblatt berichtete, belaufen sich die finanziellen Einbußen auf rund 300 Millionen Euro. Diese Summe umfasst nicht nur entgangene Gewinne, sondern auch Abschreibungen und Kosten für die Schließung von Produktionsstätten.

Heineken betonte jedoch, dass der Schritt eine Frage der Werte sei. Man könne nicht länger im russischen Markt tätig bleiben, ohne den eigenen ethischen Grundsätzen zu widersprechen. Der Konzern bleibt damit einer von mehreren internationalen Unternehmen, die sich nach anfänglichem Zögern doch zu einem klaren Bruch entschlossen haben – trotz hoher Kosten.

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