Warum hat mein Kind Angst vor Trennung?
Es ist ganz normal, dass kleine Kinder Angst haben, wenn ein Elternteil das Zimmer verlässt oder sie in der Kita zurückbleiben. Doch bei manchen Kindern ist diese Trennungsangst stärker und bleibt länger bestehen. Meist tritt sie im Vorschulalter auf, selten nach der Pubertät.
Ein plötzlicher Verlust – etwa durch den Tod eines geliebten Menschen oder eines Haustieres – kann die Angst auslösen. Auch ein Umzug, ein Schulwechsel oder familiäre Unruhe können ein Kind verunsichern. Plötzlich fürchten sie, auch ihre Eltern zu verlieren, und klammern sich an die Nähe der Bezugspersonen.
Manchmal spielt auch die Veranlagung eine Rolle: Wenn in der Familie bereits Ängste oder innere Unruhe vorkommen, kann das Kind dazu neigen, ähnliche Gefühle zu entwickeln. Das bedeutet aber nicht, dass es dauerhaft bleibt – meist bessert sich die Situation, wenn das Kind genügend Halt und Zuwendung erfährt.
Eltern können viel tun, um ihrem Kind Sicherheit zu geben: feste Rituale, ehrliche Gespräche und kleine Abschiedsübungen helfen. Wichtig ist, dem Kind zuzuhören, ohne die Ängste herunterzuspielen. Mit Geduld und Verständnis lernen die meisten Kinder, besser mit der Trennung umzugehen.
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