Warum Herzrasen bei Schilddrüsenunterfunktion auftreten kann

Wenn die Schilddrüse nicht ausreichend Hormone produziert, leidet der ganze Körper darunter. Obwohl eine Schilddrüsenunterfunktion oft mit einem langsamen Stoffwechsel und Müdigkeit in Verbindung gebracht wird, kann sie auch das Herz beeinflussen – und zwar auf unterschiedliche Weise.

Viele Menschen denken, dass nur eine Überfunktion der Schilddrüse zu Herzrasen führt. Doch auch bei einer Unterfunktion kann das Herz unregelmäßig schlagen. Zwar verlangsamt sich der Stoffwechsel insgesamt – der Puls wird oft niedriger, der Körper fühlt sich träge an. Doch bei manchen Betroffenen reagiert das Herz empfindlich auf das hormonelle Ungleichgewicht und zeigt Herzrhythmusstörungen an. Diese können von einem unregelmäßigen Puls bis hin zu plötzlichem Herzklopfen reichen.

Grund dafür ist, dass die Schilddrüsenhormone eine wichtige Rolle für die Funktion des Herzens spielen. Fehlen sie über längere Zeit, kann sich die Herzmuskulatur verändern, die elektrische Reizleitung im Herzen gestört sein – und das führt dann unter Umständen zu Beschwerden, die zunächst rätselhaft erscheinen.

Wenn jemand unter Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit und gleichzeitig unerklärlichem Herzrasen oder Pulsstörungen leidet, sollte eine Untersuchung der Schilddrüse in Betracht gezogen werden. Mit einer einfachen Blutabnahme lässt sich feststellen, ob die Werte im grünen Bereich sind. Bei rechtzeitiger Diagnose lässt sich die Schilddrüsenunterfunktion gut behandeln – und damit oft auch die belastenden Herzbeschwerden lindern.

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