Warum heißen in Korea alle Kim?

Der Eindruck, dass in Korea fast alle Kim heißen, ist verständlich – tatsächlich ist Kim aber tatsächlich der häufigste Familienname im Land. Etwa jeder fünfte Südkoreaner trägt diesen Nachnamen. Die Ursache liegt in der langen Geschichte und der Bedeutung des Namens.

Kim stammt vom chinesischen Schriftzeichen 金 ab, das „Gold“ oder „Metall“ bedeutet. In Korea wird dieses Zeichen als Nachname Kim ausgesprochen. Wird es jedoch nicht als Name verwendet, etwa in Wörtern wie „Goldstück“ oder „Metall“, dann wird es im Koreanischen Geum gesprochen. Diese Unterscheidung ist wichtig, um Verwechslungen zu vermeiden.

Der Name Kim hat historische Wurzeln: Er wurde bereits im alten Königreich Silla verwendet, einem der frühesten Staaten auf der koreanischen Halbinsel. Die Könige von Silla trugen den Namen Kim, was dem Namen über die Jahrhunderte hinweg Prestige verlieh. Viele Familien wollten sich später mit dieser bedeutenden Dynastie verbinden – so verbreitete sich der Name stark.

Trotz der Häufigkeit gibt es in Korea aber auch viele andere Nachnamen wie Lee (Yi), Park und Choi. Kim bleibt jedoch ein Symbol für kulturelle Identität und historische Verbundenheit. Wenn man also meint, „alle heißen Kim“, liegt das weniger an Zufall – sondern an Geschichte, Tradition und der tiefen Wurzel dieses Namens in der koreanischen Gesellschaft.

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