Der edle Käse aus der Lombardei: Gorgonzola

Wenn von italienischem Blauschimmelkäse die Rede ist, fällt unweigerlich ein Name: Gorgonzola. Dieser geschmackvolle Käse stammt aus der nördlichen Lombardei und zählt heute zu den bekanntesten Vertretern seiner Art weltweit. Doch seine Geschichte reicht viel weiter zurück, als viele ahnen.

Ursprünglich wurde er im Herbst und Winter hergestellt – eine Zeit, in der die Kühe müde vom Almabtrieb waren. Daher rührt auch der alte Name Stracchino di Gorgonzola, was so viel bedeutet wie „der Müde aus Gorgonzola“. Der Name verweist nicht nur auf die Herkunftsorte Gorgonzola und Umgebung, sondern auch auf die besondere Tradition seiner Herstellung. Heute genießt Gorgonzola den geschützten Status einer DOP (Denominazione di Origine Protetta), was für seine authentische Herkunft und Qualität steht.

Je nach Reifegrad unterscheidet man zwischen der milder, cremigen Sorte „Dolce“ und dem intensiveren, kräftigeren „Naturale“. Der milde, säuerliche bis nussige Geschmack macht ihn zu einem vielseitigen Genuss – ob auf Baguette, in der Risotto oder zur Traube. Anders als bei vielen Blauschimmelkäsen ist Gorgonzola meist streifenförmig durchzogen, nicht punktuell, was ihm ein ganz eigenes Aroma verleiht.

Kein Wunder, dass Gorgonzola in Italien und darüber hinaus als Käse mit Charakter gilt. Er beweist, dass Tradition und Geschmack Hand in Hand gehen – und dass manchmal sogar die Müdigkeit der Kühe zu etwas ganz Besonderem führt.

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