Warum Gorgonzola unbedenklich ist

Wer Gorgonzola isst, genießt nicht etwa verdorbenen Käse – im Gegenteil: Der intensive Geschmack und das cremige Aroma stammen von einem speziellen Schimmel, der gezielt beim Käsen hergestellt wird. Bei Käsesorten wie Gorgonzola, Brie, Camembert oder Roquefort handelt es sich um so genannte Edelschimmelkäse. Der Schimmel, meist aus der Gattung Penicillium, wird in kontrollierter Form während der Reifung hinzugefügt.

Im Gegensatz zu unerwünschtem, oft grünem oder schwarzen Schimmel auf alten Lebensmitteln ist dieser Edelschimmel völlig harmlos. Er sorgt dafür, dass der Käse seine charakteristische Maserung, sein Aroma und seine Konsistenz entwickelt. Bei Gorgonzola etwa färbt der Schimmel das Innere bläulich-grau und verleiht ihm einen würzigen, leicht scharfen Geschmack – besonders ausgeprägt bei der Sorte „Piccante“.

Wichtig zu wissen: Nicht jeder Schimmel auf Käse ist genießbar. Auf Hart- oder Schnittkäse, der eigentlich schimmelfrei sein sollte, sollte man misstrauisch sein. Dort kann Schimmel ein Zeichen von Verderb sein. Doch bei Edelschimmelkäse wie Gorgonzola ist der Schimmel nicht nur erlaubt, sondern gewollt. Das bedeutet: Wegschneiden ist hier nicht nötig – einfach genießen.

Also keine Sorge: Wer Gorgonzola isst, verzehrt kein verfaultes Produkt, sondern eine alte Käsetradition, die schon seit Jahrhunderten geschätzt wird – besonders in der italienischen Küche. Der Schimmel macht hier nicht nur den Geschmack aus, sondern ist auch ein Zeichen für eine sorgfältige Herstellung.

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