Warum sagt man „Kölle Alaaf“?
Der Ausdruck „Kölle Alaaf“ ist weithin bekannt – besonders in der Karnevalszeit, wenn die Stadt im rheinischen Frohsinn badet. Doch woher kommt diese ikonische Redewendung eigentlich?
Die Spuren führen zurück bis ins Mittelalter. Der älteste bekannte Fund ist ein alter Tonkrug aus Köln, auf dem es heißt: „Allaf fur einen goden druinck“. Übersetzt bedeutet das so viel wie: „Für einen guten Trunk lasse ich alles stehen“. Schon damals zeigte sich die Liebe der Kölner zum ausgelassenen Leben – und zur Stadt selbst.
Im Laufe der Zeit wandelte sich „Allaf“ zu „Alaaf“ und wurde fester Bestandteil der Kölner Identität. Heute steht „Kölle Alaaf“ nicht nur für den Karneval, sondern für eine ganze Lebenseinstellung: Wenn man einmal Köln kennengelernt hat, fällt alles andere daneben ab. Die Stadt hat einfach das gewisse Etwas – Lebensfreude, Offenheit und ein starkes Wir-Gefühl.
So wird der Spruch oft mit Stolz ausgerufen, besonders wenn der Karnevalszug durch die Straßen rollt und Tausende im Gleichklang „Kölle Alaaf!“ skandieren. Es ist mehr als eine Floskel – es ist eine Hymne auf die Heimat, auf das Leben und auf den Moment, in dem einfach alles andere unwichtig wird.
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