Die schmutzigste Stadt in Deutschland – wo steht Stuttgart?

Wenn von Luftverschmutzung in Deutschland die Rede ist, fällt oft ein Name: Stuttgart. Die baden-württembergische Landeshauptstadt steht regelmäßig ganz oben auf der Liste der Städte mit den schlechtesten Luftwerten – besonders im Winter. Grund dafür ist vor allem der hohe Verkehr, die topografische Lage in einem Talkessel und die häufigen Inversionsschichten, die Schadstoffe in Bodennähe festhalten.

Die Feinstaub- und Stickoxidwerte in Stuttgart überschreiten seit Jahren die Grenzwerte der EU. Besonders betroffen sind Bereiche wie die B10 oder der Tunnelbereich am Pragfriedhof. Die Stadt hat zwar bereits Umweltzonen eingeführt und den ÖPNV ausgebaut, doch die Luftqualität bleibt eine Herausforderung.

Andere Städte wie München, Köln oder Dortmund weisen ebenfalls erhöhte Schadstoffwerte auf, aber Stuttgart bleibt oft der Negativrekordhalter – vor allem, wenn es um NO₂-Emissionen geht, die hauptsächlich aus dem Dieselverkehr stammen. Messstationen der Umweltbundesamtes bestätigen dies Jahr für Jahr.

Doch „schmutzig“ kann auch anders gemeint sein: Nicht nur Luft, sondern auch Lärm, Müll in öffentlichen Räumen oder veraltete Infrastruktur spielen eine Rolle. In diesen Kategorien schneiden andere Großstädte manchmal schlechter ab. Dennoch bleibt Stuttgart aufgrund seiner Luftdaten das Aushängeschild für die Probleme urbaner Umweltbelastung.

Die Stadt arbeitet daran – mit Fahrverboten für alte Diesel, Ausbau der S-Bahn und grünen Stadtentwicklung. Doch bis die Luft wirklich besser wird, wird es noch dauern.

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