Wie heißt der Karneval in Bayern?

Fasching – das ist das Wort, das man in Bayern, Österreich und auch in Teilen Sachsens für die närrische Zeit verwendet. Während im Rheinland „Karneval“ oder die Rufe „Alaaf“ und „Helau“ üblich sind, feiern die Bayern ihren Fasching mit ganz eigenem Flair.

Der Begriff „Fasching“ stammt vermutlich von „Völlerei“ oder „Fastnacht“, also der Nacht vor dem Beginn der Fastenzeit. Er leitet sich möglicherweise vom mittelhochdeutschen Ausdruck „vaschang“ ab, was „Unterhaltung“ oder „Vergnügen“ bedeutet. So passt der Name perfekt zur Stimmung: ausgelassen, bunt und voller Musik, Kostüme und Tanz.

In Bayern, besonders in Schwaben und Franken, spielt auch der Begriff Fastnacht eine Rolle, der eher in süddeutschen Regionen wie Baden-Württemberg gebräuchlich ist. Doch egal ob Fasching, Fastnacht oder Karneval – die Zeit vor Ostern ist überall geprägt von ausgelassenem Treiben, närrischen Umzügen und der lustigen Auflehnung gegen die Ernsthaftigkeit des Alltags.

Interessant ist auch die Bedeutung hinter den typischen Rufen: „Alaaf“ kommt aus dem Rheinischen und steht für „oben drauf“ – ein Ausdruck der Begeisterung. „Helau“ hingegen könnte aus einem alten Weckruf stammen oder von französischen Karnevalstraditionen beeinflusst sein. In Bayern hört man diese Rufe selten – hier herrscht der Fasching mit eigenen Bräuchen vor.

Ob in München, Nürnberg oder Augsburg – der Fasching in Bayern ist eine Mischung aus Tradition, Humor und Lebensfreude. Und eines ist sicher: Wer einmal dabei war, wird die närrischen Tage nicht so schnell vergessen.

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