Woher kommt der Begriff „Alaaf“?

Der ausgelassene Ruf „Alaaf“ ist untrennbar mit dem Kölner Karneval verbunden. Wenn die Jecken in der Sessionzeit durch die Straßen ziehen, hallt es immer wieder laut: „Kölle alaaf!“ Doch was bedeutet dieser traditionsreiche Ausruf eigentlich?

Die meisten Experten sind sich einig: Das Wort stammt aus dem Kölschen Dialekt und leitet sich von „all af“ ab. Übersetzt heißt das so viel wie „über alles“ oder „alles andere weg“. „Kölle alaaf“ bedeutet damit schlicht und stolz: „Köln über alles“. Es ist ein Bekenntnis zur Heimat, zur Stadt und zur karnevalistischen Freiheit, die für elf Tage im Jahr herrscht.

„Alaaf“ ist mehr als nur ein Ruf – er steht für Lebensfreude, Gemeinschaft und den mutigen Abschied vom Alltag.

Anders als in anderen Regionen, wo man „Helau“ oder „Halöö“ ruft, hat Köln mit „Alaaf“ ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen. Der Spruch wird nicht nur laut gerufen, sondern mit Herzblut gelebt – besonders am Rosenmontag, wenn der Zug durch die Innenstadt rollt und Tausende Zuschauer jubeln.

Interessant ist, dass die Bedeutung im Laufe der Zeit etwas verschwommen ist. Viele Jecke wissen zwar, wann man „Alaaf“ sagt, aber nicht mehr, woher es kommt. Dabei steckt gerade in diesem kleinen Wort die ganze Seele des Kölner Karnevals: Stolz, Witz und ein Hauch von Rebellion.

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