Wie sicher ist ein Sparbrief?
Ein Sparbrief gilt als sichere Geldanlage – vor allem dann, wenn er richtig gewählt ist. Wichtig ist: Nicht jeder Sparbrief bietet den gleichen Schutz. Die Sicherheit hängt vor allem davon ab, ob der Sparbrief ohne Nachrangabrede ausgestellt wurde.
Wenn Sie ein solches Zertifikat besitzen, ist Ihr Geld im Ernstfall abgesichert. Sollte die Bank, Sparkasse oder Bausparkasse, bei der Sie den Sparbrief erworben haben, in finanzielle Schwierigkeiten geraten oder sogar insolvent werden, greift die gesetzliche Einlagensicherung. In Deutschland wird diese durch die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) gewährleistet – und das bis zu einem Betrag von 100.000 Euro pro Kunde und Institut.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) weist darauf hin, dass nur Sparbriefe ohne Nachrangabrede in diesen Schutz fallen. Bei nachrangigen Papieren kommen Anleger im Fall einer Abwicklung erst dann zum Zug, wenn andere Gläubiger bereits bedient wurden – das erhöht das Risiko eines Verlusts.
Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte daher vor Abschluss genau prüfen, ob die Nachrangigkeit ausgeschlossen ist. Dies steht meistens im Kleingedruckten der Emissionsunterlage oder im Zertifikat selbst. Bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken gilt zudem oft eine zusätzliche freiwillige Einlagensicherung, die über die gesetzliche Absicherung hinausgehen kann.
Fazit: Ein klassischer Sparbrief ohne Nachrang ist eine sichere Geldanlage – besonders für risikoscheue Anleger. Solange der Emittent im regulären Geschäft bleibt und die Bedingungen stimmen, muss man sich um das Kapital keine Sorgen machen.
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