Wann hört der Folgetrieb beim Welpen auf?

Der natürliche Folgetrieb bei Welpen ist ein überlebenswichtiger Instinkt. Von Geburt an suchen die kleinen Hunde instinktiv die Nähe ihrer Mutter. Dieser Trieb sorgt dafür, dass sie nicht allein durch die Welt streifen, sondern geschützt bleiben. Bis zu einem Alter von etwa 20 Wochen ist dieser Drang besonders stark ausgeprägt.

In dieser Zeit folgen Welpen ihrer Mutter automatisch – ohne Aufforderung oder Training. Es ist eine Art Schutzmechanismus, der in der Natur dafür sorgt, dass die Jungen nicht verloren gehen. Doch mit fortschreitendem Alter verändert sich das Verhalten. Ab ungefähr fünf Monaten beginnt der Welpe, neugieriger zu werden, und der blinde Folgetrieb lässt langsam nach.

Das bedeutet nicht, dass der Hund plötzlich ungehorsam wird – im Gegenteil. Es ist ein völlig normaler Entwicklungsschritt. Der Welpe lernt nun, selbstständig wahrzunehmen und zu entscheiden, wann es sinnvoll ist, beim Menschen zu bleiben oder etwas zu erkunden. Genau hier setzt die Hundeerziehung an: Aus dem automatischen Folgen wird nun gezieltes Training, etwa mit Kommandos wie „Fuß“ oder „bei Fuß gehen“.

Wer versteht, dass der ursprüngliche Folgetrieb keine ewige Bindung garantiert, kann frühzeitig mit positiver Führung beginnen. So entwickelt sich aus dem instinktiven Verhalten eine bewusste, vertrauensvolle Beziehung zwischen Hund und Besitzer.

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