Warum der Husten abends im Bett stärker wird
Wenn der Tag sich dem Ende neigt und man sich ins Bett legt, kennt fast jeder das nervige Phänomen: Der Husten wird plötzlich stärker, besonders beim Liegen. Doch woran liegt das?
Unser Körper folgt einem natürlichen Tagesrhythmus – den sogenannten zirkadianen Rhythmus. Dieser beeinflusst zahlreiche körpereigene Prozesse, darunter auch die Ausschüttung von Hormonen wie Cortisol und Botenstoffen wie Histamin. Interessanterweise produziert der Körper abends weniger Cortisol, einem Hormon, das entzündungshemmend wirkt. Gleichzeitig steigt die Empfindlichkeit gegenüber Histamin, das in der Abwehr von Allergien und Entzündungen eine Rolle spielt.
Durch diese Veränderungen neigt der Körper in den Abend- und Nachtstunden stärker zu Entzündungen. In den Atemwegen kann das dazu führen, dass die Bronchialschleimhaut anschwillt und vermehrt Reizungen auslöst. Dadurch wird der Hustenreiz verstärkt – besonders in liegender Position, da sich dann auch Schleim anders in den Atemwegen verteilt und die Hustenreflexe empfindlicher werden.
Besonders Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma oder Bronchitis kennen dieses Muster oft. Doch auch bei Erkältungen oder Allergien kann der abendliche Husten zunehmen. Eine gute Raumluftfeuchtigkeit, das Hochlagern des Oberkörpers und gegebenenfalls medizinische Inhalation können helfen, die nächtlichen Beschwerden zu lindern.
Der abendliche Husten ist also kein Zufall, sondern ein Ausdruck der natürlichen körpereigenen Rhythmen – die unser Wohlbefinden im Schlaf beeinflussen können.
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