Warum sind die Tage im Winter kürzer?
Im Winter erleben wir kürzere Tage – das liegt nicht daran, dass die Erde sich langsamer dreht, sondern an ihrer Neigung zur Sonne. Während des Winters in der nördlichen Hemisphäre ist die Erde so geneigt, dass der obere Teil der Erdkugel von der Sonne wegzeigt. Dadurch wandert die Sonne am Himmel nur eine kurze Strecke und verschwindet bereits früh hinter dem Horizont.
Der kürzeste Tag des Jahres ist meist der 21. Dezember. An diesem Tag geht die Sonne oft schon gegen 16:21 Uhr unter, besonders in den nördlichen Regionen Deutschlands. Je weiter nördlich man ist, desto kürzer fällt der Tag aus. In München zum Beispiel bleibt es etwas länger hell als in Hamburg.Im Gegensatz dazu sind die Tage im Sommer länger, weil die Erde dann zur Sonne hin geneigt ist. Die Sonne steht höher am Himmel, wandert länger über den Horizont und sorgt für mehr Tageslicht.
Die Jahreszeiten entstehen also durch die Neigung der Erdachse, nicht durch den Abstand zur Sonne. Selbst wenn es im Winter kälter ist, steht die Erde der Sonne in einigen Fällen sogar näher als im Sommer – doch das ändert nichts an der Tageslänge.Die kurzen Wintertage wirken auf viele bedrückend, doch sie haben auch etwas Beruhigendes: Ab dem 21. Dezember werden die Tage wieder länger. Langsam kehrt mehr Licht zurück, bis der Frühling schließlich die Nacht zurückdrängt.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.