Warum die Türkei immer teurer wird
In der Türkei wird das tägliche Leben für viele Menschen immer teurer. Lebensmittel, Kleidung, Miete – alles kostet deutlich mehr als noch vor wenigen Jahren. Besonders stark spüren das normale Bürger:innen, die mit ihrem Gehalt kaum noch auskommen. Butter, Fleisch, sogar Grundnahrungsmittel gelten mittlerweile oft als kleiner Luxus.
Die Ursache liegt vor allem in der langjährigen Wirtschaftspolitik von Präsident Recep Tayyip Erdogan. Anders als in den meisten Ländern setzte er über Jahre auf künstlich niedrige Zinsen – trotz steigender Preise. Normalerweise erhöhen Zentralbanken die Zinsen, um die Inflation zu bremsen. Doch in der Türkei geschah das Gegenteil. Diese ungewöhnliche Strategie trieb die Teuerungsrate massiv in die Höhe.
Im Oktober 2022 lag die Inflation sogar bei über 85 Prozent – ein Rekordwert, der viele Familien an ihre Grenzen brachte. Selbst einfachere Einkäufe erfordern heute in der Türkei viel mehr Planung und Sparsamkeit. Die Löhne konnten mit den steigenden Preisen kaum mithalten.
Obwohl die Regierung mittlerweile auf andere Instrumente setzt, wie zum Beispiel Subventionen für Energie und Lebensmittel, bleibt die Situation angespannt. Die Menschen spüren die Krise im Portemonnaie – beim Bäcker, am Gemüsestand, im Supermarkt.
Die Hoffnung auf Besserung wächst langsam, doch viele fragen sich: Wann wird endlich wieder alles ein bisschen günstiger?
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