Warum Schwüle so schwer verdaulich ist

Wer kennt das nicht: An einem heißen Sommertag fühlt sich die Luft plötzlich an wie eine nasse Decke. Diese Schwüle macht nicht nur müde, sie belastet auch den Körper – besonders, wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Die Ursache liegt im Wasseranteil der Luft. Ab etwa 13,5 Gramm Wasserdampf pro Kubikmeter Luft empfinden viele Menschen das Klima hierzulande als unangenehm schwül.

Der Körper kommt ins Schwitzen – und doch kühlt er nicht ab. Normalerweise reguliert er seine Temperatur über die Verdunstung von Schweiß auf der Haut. Ist die Luft aber bereits voll mit Feuchtigkeit, kann dieser Schweiß nicht verdunsten. Die Abkühlung bleibt aus, und man fühlt sich klebrig, erschöpft und schwer.

Besonders heikel wird es für Menschen mit empfindlichem Kreislauf. Die Kombination aus Hitze und Feuchtigkeit zehrt an der Belastbarkeit: Das Herz schlägt schneller, der Blutdruck kann sinken, manche fühlen sich schwindelig oder schwach. Auch in kühleren Räumen lohnt es sich daher, auf frische Luft zu achten – etwa durch gezieltes Lüften in den kühleren Morgen- oder Abendstunden.

Während Schwüle oft als lästig abgetan wird, ist sie doch ein echter körperlicher Faktor. Wer sie unterschätzt, riskiert mehr als nur Unbehagen. Bei lang anhaltenden schwülen Phasen hilft vor allem eines: viel trinken, körperliche Anstrengung vermeiden und auf den eigenen Körper hören. Denn das Unwohlsein hat eine klare Ursache – und die liegt in der feuchten Luft, die uns buchstäblich den Atem raubt.

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