Warum variiert die Tageslänge im Laufe des Jahres?

Wer sich schon einmal gefragt hat, warum ein Sommertag im Juli viel länger ist als ein Wintertag im Dezember, findet die Antwort im Lauf der Erde um die Sonne – und in ihrer besonderen Neigung.

Die Erdachse ist leicht gekippt, um genau 23,5 Grad. Das mag nicht viel klingen, doch diese Neigung sorgt dafür, dass die Nord- und Südhalbkugel mal mehr, mal weniger Sonnenlicht erhalten. Wenn die Nordhalbkugel – dort, wo wir leben – zur Sonne geneigt ist, wie im Sommer, dann wandert die Sonne einen längeren Weg über den Himmel. Die Orte auf dieser Halbkugel tauchen früher in das Sonnenlicht ein und verlassen es später. Der Tag wird länger, die Nächte kürzer – und manchmal ist es sogar um Mitternacht noch hell, besonders im Norden.

Ganz anders im Winter: Dann ist die Nordhalbkugel von der Sonne weggekippt. Der Sonnenlauf ist kürzer, die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Auf der Südhalbkugel ist dann gerade Sommer – dort sind die Tage lang.

Übrigens: Nur zu den Tagundnachtgleichen im März und September – Frühling und Herbst – sind Tag und Nacht überall auf der Erde annähernd gleich lang. Danach beginnt das Spiel der Lichtverhältnisse von Neuem. Die wechselnden Tageslängen sind also kein Zufall, sondern ein jährliches Naturphänomen – verursacht durch die schiefe Achse unseres Planeten.

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