Warum entstehen Löcher in Kerzen?

Wer schon einmal selbst Kerzen gegossen hat, kennt das Phänomen: Nach dem Erkalten bildet sich ein Loch oder eine Grube in der Mitte der Kerze. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch die Brennleistung beeinträchtigen. Doch woran liegt das?

Das Problem entsteht meist durch den sogenannten „Blaseneffekt“ beim Abkühlen des Wachses. Wenn du die Kerzenmasse im Wasserbad schmilzt und anschließend in eine Form gießt, kühlt die Oberfläche schneller ab als das Innere. Das Wachs zieht sich beim Erkalten zusammen – und wenn es keine ausreichende Zufuhr von flüssigem Wachs aus der Tiefe gibt, entsteht eine Grube an der Oberfläche.

Außerdem können zu viele Additive wie Duftöle oder Farbstoffe das Problem verstärken. Sie verändern die Dichte und das Fließverhalten des Wachses. Besonders bei stark parfümierten Kerzen tritt das häufiger auf. Auch eine zu schnelle Abkühlung oder falsche Raumtemperatur kann eine Rolle spielen.

Glücklicherweise gibt es einfache Abhilfe: Gieße die Kerze nicht in einem Durchgang fertig, sondern **nachträglich nachfüllen** – sogenanntes „Nachgießen“. Dazu lässt du die Kerze bis kurz unter die Oberfläche erkalten, erhitzt dann etwas Wachs erneut und füllst die entstandene Grube auf. So bleibt die Oberfläche glatt und die Kerze brennt gleichmäßiger.

Ein Tipp: Arbeite mit einer konstanten Umgebungstemperatur und verwende nicht mehr als empfohlene Mengen an Duft und Farbe. Dann gelingen deine selbstgegossenen Kerzen fast wie von Profis – ohne störende Löcher.

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