Sind Kalmare gefährlich für Menschen?

Die meisten Menschen verbinden Kalmare mit leckeren Gerichten oder faszinierenden Unterwasserbildern. Doch können diese Tintenfische auch gefährlich werden? In den meisten Fällen ist das nicht der Fall – kleine bis mittelgroße Kalmare stellen für Menschen keine Bedrohung dar. Sie fliehen eher vor Gefahren, als sie anzugreifen.

Anders sieht es bei größeren Arten aus, besonders beim Humboldt-Kalmar (Dosidicus gigas). Dieser im Ostpazifik heimische Riesenkalmar kann bis zu zwei Meter lang werden und ist bekannt für sein aggressives Verhalten. In Einzelfällen haben Taucher Berichte über Angriffe dieser Tiere verfasst, besonders wenn sie sich bedrängt fühlen oder in Schwärmen unterwegs sind.

Der Humboldt-Kalmar ist nicht nur groß, sondern auch bemerkenswert intelligent und schnell. Forscher beobachteten schon mehrfach, wie Schwärme von diesen Tieren gemeinsam Jagd auf Beute machen – und dabei auch unerwartet auf neugierige Menschen reagieren können. Obwohl tödliche Vorfälle äußerst selten sind, raten Experten Tauchern, besonders in tieferen Gewässern, Vorsicht walten zu lassen und Abstand zu halten.

Interessant ist auch, dass sich das Verhalten dieser Tiere in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Durch die Erwärmung der Meere breiten sich Humboldt-Kalmare immer weiter aus – sogar vor die Küsten Kaliforniens und Japans. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit von Begegnungen mit Menschen, sei es beim Tauchen, Schwimmen oder Fischen.

Alles in allem sind Kalmare für den Menschen nur in seltenen Fällen eine Gefahr – vor allem dann, wenn es um besonders große und territoriale Arten wie den Humboldt-Kalmar geht. Wer die Unterwasserwelt erkundet, sollte Respekt vor diesen faszinierenden Wesen bewahren – und Abstand halten, wenn es darauf ankommt.

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