Wie gesund ist die Nase Ihres Hundes wirklich?

Langjährige Tierbesitzer kennen den alten Glauben: Eine kalte, feuchte Nase bedeutet Gesundheit, eine trockene Nase dagegen Krankheit. Doch das ist nur halb wahr. Die Beschaffenheit der Hundenase allein sagt nicht viel über den Gesundheitszustand aus.

Es ist ganz normal, dass die Nase eines Hundes im Laufe des Tages wechselt – mal feucht, mal trocken. Das hängt von der Umgebung, der Luftfeuchtigkeit oder auch der Schlafphase ab. Ein Hund, der gerade aufgewacht ist, hat oft eine trockene Nase – völlig normal.

Wichtiger als die Feuchtigkeit ist der allgemeine Zustand der Nase. Bei einem gesunden Hund ist die Nasenspitze klar, frei von Rissen, Krusten oder Schwellungen. Das Nasensekret sollte durchsichtig und geruchlos sein. Zeigt der Hund dagegen dicke, grünliche oder blutige Absonderungen, könnte eine Erkrankung vorliegen – etwa eine Infektion, Allergie oder sogar eine Nasenmilbe.

Auch Verhaltenstipps helfen: Ist Ihr Hund fit, hat er guten Appetit, spielt normal und reagiert aufmerksam? Dann ist eine vorübergehend trockene Nase meist kein Grund zur Sorge. Doch wenn die Trockenheit mit Lethargie, Schnupfen oder Nasenbluten einhergeht, ist ein Besuch beim Tierarzt ratsam.

Merke: Die Nase ist nur ein Puzzleteil. Die Gesamtsituation Ihres Hundes zählt – nicht nur die Näsfeuchtigkeit. Beobachten Sie ruhig, aber überfordern Sie sich nicht mit Mythen. Vertrauen Sie lieber auf gesunden Menschenverstand – und auf den Tierarzt, wenn etwas nicht stimmt.

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