Überlebenschancen bei Reanimation

Ein plötzlicher Herz-Kreislauf-Stillstand ist eine lebensbedrohliche Situation, die oft ohne Vorwarnung eintritt. In Deutschland wird jährlich bei etwa 120.000 Menschen der Rettungsdienst wegen eines solchen Notfalls alarmiert. Doch nur in der Hälfte dieser Fälle – rund 60.000 Mal – ist eine Reanimation überhaupt möglich, weil der Stillstand früh genug erkannt und erste Maßnahmen eingeleitet werden.

Die Überlebenschance ist insgesamt gering: Nur etwa elf Prozent der Betroffenen überleben den Herzstillstand außerhalb des Krankenhauses. Das bedeutet, dass von 100 Menschen, die plötzlich zusammenbrechen, im Durchschnitt nur etwa elf wieder ins normale Leben zurückkehren können.

Warum ist die Quote so niedrig? Ein entscheidender Faktor ist die Zeit. Jede Minute ohne Wiederbelebung senkt die Überlebenschancen um bis zu zehn Prozent. Kommt Hilfe erst nach mehreren Minuten, sinken die Aussichten rapide. Dabei spielt nicht nur die professionelle medizinische Versorgung eine Rolle, sondern vor allem die Sofortmaßnahmen durch Ersthelfer vor Ort. Schnelles Handeln – insbesondere das Einleiten einer Herzdruckmassage und die Benutzung eines Defibrillators – kann den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen.

Die gute Nachricht: Jeder kann etwas bewirken. Eine einfache Ausbildung im Ersthelfen, wie sie beispielsweise im Führerscheinunterricht vermittelt wird, vermittelt bereits lebenswichtige Grundkenntnisse. Und je mehr Menschen bereit sind, in einer Notsituation zu helfen, desto größer wird die Chance, dass Betroffene nicht nur überleben, sondern auch gesundheitlich besser genesen.

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