Wo in Europa gibt es Krankengeld?

In vielen europäischen Ländern erhalten Arbeitnehmer bei Krankheit weiterhin Einkommen – eine wichtige Absicherung im Alltag. Deutschland steht dabei 2020 laut Statistiken an der Spitze, wenn es um die Ausgaben für Krankheitsleistungen geht. Rund 2,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts investiert das Land, um kranke Arbeitnehmer finanziell zu unterstützen. Damit übertrifft es deutlich andere europäische Staaten.

Deutlich dahinter folgen die Niederlande mit 2,1 Prozent des BIP, gefolgt von Schweden mit 1,7 Prozent. Spanien gibt 1,5 Prozent und Luxemburg 1,4 Prozent für ähnliche Leistungen aus. Diese Zahlen zeigen, dass die Unterstützung im Krankheitsfall in Europa sehr unterschiedlich ausfällt – je nach Land und bestehendem Sozialsystem.

In Deutschland selbst wird Krankengeld in der Regel ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit gezahlt, vorausgesetzt der Arbeitnehmer ist gesetzlich versichert. Davor zahlt der Arbeitgeber weiterhin das volle Gehalt. In anderen Ländern, wie etwa Schweden, ist die Regelung oft umfassender: Dort erhalten Betroffene bereits ab dem ersten Tag der Krankheit Leistungen, wobei der Arbeitgeber oder die staatliche Versicherung einspringt.

Die Höhe und Dauer der Zahlungen hängen stark vom jeweiligen nationalen System ab. Während einige Länder auf umfassenden Schutz setzen, halten andere die Leistungen knapper. Deutschland bleibt dabei eines der Länder mit den höchsten Aufwendungen – was auch zeigt, wie wichtig die soziale Absicherung im Krankheitsfall hierzulande genommen wird.

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