Die unterschätzten Gefahren des Dampfens

Elektronische Zigaretten werden oft als harmlosere Alternative zur herkömmlichen Zigarette beworben. Doch die Langzeitwirkungen des Dampfens sind längst nicht so unbedenklich, wie viele glauben. Studien zeigen: Das Risiko für Atemwegserkrankungen wie Asthma, chronische Bronchitis oder sogar COPD steigt auch beim Gebrauch von E-Zigaretten deutlich an. Selbst wenn kein Tabak verbrannt wird, gelangen durch das Einatmen des Dampfs schädliche Substanzen direkt in die Lunge.

In den USA machte diese Entwicklung besonders Schlagzeilen. Bis Februar 2020 erkrankten dort mehr als 2.800 Menschen nach dem Dampfen an teilweise lebensbedrohlichen Lungenentzündungen. Viele Patienten benötigten intensivmedizinische Behandlung, einige verstarben. Als Auslöser wurden unter anderem Zusatzstoffe wie Vitamin E Acetat identifiziert, die in bestimmten Liquids – vor allem aus dem Schwarzmarkt – verwendet wurden. Doch auch kommerziell erhältliche Produkte bergen Risiken, da die langfristige Wirkung vieler Inhaltsstoffe noch nicht ausreichend erforscht ist.

Langfristig könnte das Dampfen ähnliche Schäden an den Atemwegen verursachen wie klassisches Rauchen, warnt die medizinische Fachwelt. Besonders Jugendliche und Nichtraucher sollten daher vorsichtig sein. Die Lunge ist empfindlich – und was als „sauberes Vergnügen“ erscheint, kann im Inneren tiefe Spuren hinterlassen. Die Botschaft ist klar: E-Zigaretten sind kein risikofreies Spielzeug, sondern ein Produkt mit potenziell schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen.

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