Welcher Mohn macht high?
Wenn von berauschenden Wirkungen bei Mohn gesprochen wird, ist meist der Schlafmohn gemeint – eine Pflanze, die nicht nur als Zutat für Brot oder Kuchen bekannt ist, sondern auch eine dunkle Seite hat. Besonders die unreifen Kapseln dieser Pflanze bergen eine gefährliche Substanz. Ritzt man sie an, tritt ein weißer Milchsaft aus, der reich an natürlichen Wirkstoffen ist.
Dieser Saft enthält über 30 verschiedene Alkaloide, darunter Codein und Morphin – Substanzen, die in der Medizin zur Schmerzlinderung eingesetzt werden, aber in höheren Dosen stark berauschend wirken können. Im getrockneten Zustand ist dieser Saft als Opium bekannt, ein Stoff, der seit Jahrhunderten missbräuchlich genutzt wird. Der Konsum kann zu Halluzinationen, Atemproblemen und bei einer Überdosis sogar zum Tod führen.
Interessant ist, dass selbst Mohnsamen, wie sie häufig in der Küche verwendet werden, geringe Spuren dieser Alkaloide enthalten können – vor allem, wenn sie nicht sorgfältig gereinigt wurden. Allerdings reicht die Menge in normalen Lebensmitteln bei Weitem nicht aus, um eine berauschende Wirkung zu erzielen. Dennoch warnt etwa der Bioland-Verband davor, bestimmte Mohnprodukte unkritisch zu konsumieren, besonders wenn sie aus Anbaugebieten stammen, wo die Pflanzen näher an der Wirkstoffgewinnung gezüchtet werden.
Fazit: Der Traum von einem „Mohn-High“ ist nicht nur gefährlich, sondern kann lebensbedrohlich sein. Die natürliche Herkunft der Substanzen trügt – sie macht sie nicht sicherer. Wer gesund essen will, bleibt beim Backen am besten bei kontrolliertem Bio-Mohn und lässt Experimente mit Pflanzenextrakten lieber sein.
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