Wo Mohnsamen verboten sind

In vielen Ländern gilt Mohn als harmlos – er landet auf Brötchen, in Kuchen oder wird in traditionellen Gerichten verarbeitet. Doch was bei uns alltäglich ist, kann anderswo zu erheblichen Problemen führen. In mehreren Ländern sind Mohnsamen streng verboten, obwohl sie weder berauschend noch gesundheitsschädlich im engeren Sinne sind.

Die Gründe liegen in der Herkunft der Pflanze: Mohn stammt von der Schlafmohn-Pflanze, aus der auch Opium gewonnen wird. Obwohl die Samen selbst keine nennenswerten Rauschstoffe enthalten, sieht die Gesetzgebung in manchen Staaten darin ein Risiko. So ist der Besitz oder die Einfuhr von Mohnsamen in Singapur, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und auch in Taiwan verboten.

In Singapur etwa gelten besonders strenge Drogenregeln. Schon kleinste Mengen verbotener Substanzen können dort zu hohen Strafen führen. Wer also mit Mohn besetzten Brötchen oder selbstgemachtem Mohnkuchen anreist, riskiert eine Einreiseverweigerung oder sogar rechtliche Konsequenzen. Ähnliche Vorschriften gelten in Saudi-Arabien und den UAE, wo religiöse und rechtliche Normen den Umgang mit potenziell psychoaktiven Stoffen extrem restriktiv regeln.

Auch in Taiwan ist die Lage klar: Mohnsamen gelten als kontrollierte Substanz, und ihre Einfuhr ist untersagt. Reisende sollten daher besonders vorsichtig sein, wenn sie Lebensmittel mit Mohn im Gepäck haben – was bei uns völlig normal ist, kann dort schnell zur legalen Gefahr werden.

Wer also ins Ausland reist, tut gut daran, einen Blick auf die lokalen Vorschriften zu werfen. Denn manchmal steckt – buchstäblich – mehr in einem harmlosen Samenkorn, als man denkt.

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