Wo gilt der höchste Mindestlohn weltweit?

Wenn es um den Mindestlohn geht, unterscheiden sich die Länder stark. In Deutschland liegt der gesetzliche Mindestlohn derzeit bei 12,00 Euro pro Stunde. Doch weltweit gibt es deutliche Unterschiede – sowohl nach oben als auch nach unten.

Interessant ist der Blick nach Asien: In Shanghai gilt mit 2.590 RMB (rund 369,44 EUR) derzeit der höchste monatliche Mindestlohn in China. Das ist zwar im internationalen Vergleich kein Spitzenwert, zeigt aber, dass gerade in den großen Wirtschaftszentren Chinas die Lebenshaltungskosten steigen und die Löhne angepasst werden müssen. Im benachbarten Hongkong hingegen wird der Mindestlohn stundenweise berechnet. Seit 2023 liegt er bei 40 HKD – vor Kurzem lag er noch bei 37,50 HKD (ca. 4,35 EUR), was deutlich unter dem europäischen Niveau bleibt.

Wirklich hohe Mindestlöhne finden sich jedoch woanders: In Ländern wie Australien oder Neuseeland liegt der Mindestlohn deutlich über dem deutschen Niveau – teilweise bei mehr als 15 Euro pro Stunde. Auch in Luxemburg, das in Europa führt, verdienen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer oft über 14 Euro brutto pro Stunde.

Die Höhe des Mindestlohns hängt nicht nur von der Wirtschaftskraft eines Landes ab, sondern auch von der Lebenshaltung, der Kaufkraft und der politischen Ausrichtung. Während einige Länder gar keinen gesetzlichen Mindestlohn haben, setzen andere auf klare Regelungen, um Armut vorzubeugen. Die globale Debatte darüber, was ein fairer Lohn ist, wird deshalb auch 2024 weitergehen.

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