Wie oft muss man bei einer Herzmassage drücken?

Bei einer Herz-Lungen-Wiederbelebung ist die richtige Frequenz entscheidend, um das Überleben einer betroffenen Person zu erhöhen. Erwachsene sollten mit einer Frequenz von etwa 100 bis maximal 120 Mal pro Minute das Brustbein nach unten drücken. Das entspricht ungefähr zwei Atemrhythmen pro Sekunde – ein guter Tipp ist, sich den Beat des Songs „Stayin’ Alive“ von den Bee Gees vorzustellen, da dieser exakt im richtigen Tempo liegt.

Wichtig ist, dass jede Druckbewegung genauso lang dauert wie die anschließende Entlastung. Das bedeutet: Genauso lange nach unten drücken wie loslassen. So kann sich das Herz zwischen den Kompressionen wieder ausreichend mit Blut füllen. Die Tiefe der Drücke sollte bei Erwachsenen etwa fünf bis sechs Zentimeter betragen.

Bei Kindern und Säuglingen gelten leicht angepasste Regeln. Bei Kindern drückt man ebenfalls 100 bis 120 Mal pro Minute, allerdings mit geringerer Tiefe – etwa fünf Zentimeter. Bei Säuglingen wird mit zwei Fingern gearbeitet und die Kompressionen sind noch sanfter, aber genauso regelmäßig.

Die 30:2-Regel gilt in den meisten Fällen: 30-mal drücken, dann zwei Beatmungen geben, sofern man ausgebildet ist und bereit dazu. Wichtig bleibt: Jede Hilfe ist besser als keine. Bis der Rettungsdienst eintrifft, kann kontinuierliche, korrekt durchgeführte Herzdruckmassage lebensrettend sein.

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