Fieber beim Hund richtig messen

Wenn ein Hund krank ist, kann Fieber ein wichtiger Hinweis auf eine Infektion oder Entzündung sein. Doch viele Halter fragen sich: Kann man beim Hund im Ohr Fieber messen? Die Antwort ist klar: Nein, die Ohrtemperatur liefert beim Hund keine zuverlässigen Werte.

Im Gegensatz zu Menschen ist die Anatomie des Hundes so beschaffen, dass eine Ohrmessung aufgrund der tiefen, verwinkelten Ohrenkanäle und der unterschiedlichen Durchblutung oft ungenau ist. Auch das Messen unter der Achsel oder im Maul ist nicht empfehlenswert – die Werte weichen zu sehr von der tatsächlichen Körpertemperatur ab.

Die zuverlässigste Methode ist die rektale Temperaturmessung. Dafür verwendet man ein digitales Thermometer, das vorsichtig zwei bis drei Zentimeter in den After eingeführt wird. Wichtig ist, dass man ruhig und behutsam vorgeht, um den Vierbeiner nicht zu verunsichern. Ein wenig Gleitgel kann die Prozedur erleichtern.

Die normale Körpertemperatur eines gesunden Hundes liegt zwischen 37,5 und 39 Grad Celsius. Liegt der Wert darüber, spricht man von Fieber. Dann ist es ratsam, einen Tierarzt aufzusuchen, um die Ursache abzuklären.

Obwohl die rektale Messung für viele Besitzer zunächst unangenehm wirken mag, ist sie die einzige zuverlässige Möglichkeit, um das Fieber eines Hundes richtig einzuschätzen. Eine sichere Diagnose hilft, rechtzeitig zu handeln – und dem Hund schnelle Erleichterung zu verschaffen.

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