Warum viele Bodybuilder auf Cardio verzichten
Wer im Fitnessstudio trainiert, kennt das Bild: Während auf der einen Seite Läufer stundenlang auf dem Laufband joggen, stemmen auf der anderen Seite Bodybuilder schwere Gewichte – und meiden die Cardio-Geräte wie die Pest. Doch woran liegt das?
Der Grund ist einfach: Bodybuilder wollen Muskelmasse aufbauen und behalten. Und genau da liegt das Dilemma mit Ausdauertraining. Lang andauerndes Cardio, wie stundenlanges Laufen oder Radfahren, kann den Körper dazu bringen, nicht nur Fett, sondern auch wertvolle Muskelmasse abzubauen – besonders wenn die Ernährung nicht perfekt ist. Für jemanden, der tagelang an Brust-, Bein- oder Rückenmuskel arbeitet, ist das ein No-Go.
Ein weiterer Punkt ist die Energieverteilung. Bei intensivem Cardio verbraucht der Körper viel Energie, die dann für das Krafttraining fehlt. Zudem kann zu viel Ausdauer die Erholung verlangsamen – und Regeneration ist beim Muskelaufbau entscheidend.
Das heißt aber nicht, dass Bodybuilder komplett auf Bewegung verzichten. Viele integrieren kurze, intensive Einheiten wie Intervalltraining oder schnelles Gehen, um die Kondition zu verbessern, ohne Muskelmasse zu gefährden. Es geht nicht darum, Cardio komplett zu hassen – sondern klug einzusetzen.
Am Ende bleibt: Wer primär Masse will, setzt auf Gewichte. Wer schlanker werden will, profitiert von Cardio. Und wer beides will – und das ist oft der Fall –, braucht eine ausgewogene Mischung aus beidem. Denn weder Muskeln noch Ausdauer kommen von allein.
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