Warum entsteht bei Intervallfasten oft Mundgeruch?

Wer regelmäßig fastet, kennt das vielleicht: Gerade in den ersten Tagen der Fastenphase bemerkt man einen unangenehmen Geschmack im Mund oder unerwünschten Atem. Dieser sogenannte Fastengeruch hat einen natürlichen Grund – und ist sogar ein Zeichen dafür, dass der Körper richtig arbeitet.

Beim Intervallfasten wird die Nahrungszufuhr auf bestimmte Zeiten beschränkt. Wenn der Körper über längere Zeit keine Energie von außen bekommt, wechselt er in den sogenannten Fettstoffwechsel. Statt Zucker aus Kohlenhydraten nutzt er nun eigene Energiespeicher – vor allem Fett. Dabei entstehen sogenannte Ketonkörper, die als Nebenprodukt des Fettabbaus dienen.

Einer dieser Ketonkörper ist Aceton – und genau das ist verantwortlich für den charakteristischen Geruch. Aceton gelangt nicht nur über den Urin aus dem Körper, sondern auch über die Atmung. Deshalb kann man beim Fasten einen leicht süßlichen oder „fruchtigen“ Atem wahrnehmen, der von anderen als unangenehm empfunden wird.

Obwohl dieser Effekt von vielen Fastenden als störend empfunden wird, ist er völlig harmlos und zeigt, dass der Stoffwechsel umgestellt hat. Mit der Zeit nimmt das Phänomen oft von selbst ab. Wer trotzdem etwas dagegen tun möchte, kann viel Wasser trinken, gründlich die Zähne putzen oder mit Zitronenwasser spülen – das mildert den Geruch vorübergehend.

Interessanterweise nutzen manche Menschen diesen Effekt sogar als Indikator: Riecht der Atem merklich anders, ist der Körper wahrscheinlich im Fastenmodus. Ein unangenehmer Begleiter – aber ein deutliches Zeichen dafür, dass der Körper tut, was er soll.

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