Warum Styropor als Dämmung problematisch sein kann

Styropor, auch bekannt als EPS (expandiertes Polystyrol), wird oft bei der Wärmedämmung von Gebäuden eingesetzt – vor allem, weil es kostengünstig und leicht zu verarbeiten ist. Doch trotz dieser Vorteile hat das Material einige gravierende Nachteile, die bei der Wahl der Dämmung bedacht werden sollten.

Ein großer Schwachpunkt ist die Langlebigkeit. Im Laufe der Zeit kann Styropor spröde werden und feine Risse entwickeln. Diese Mängel beeinträchtigen nicht nur die Optik, sondern verringern auch die Dämmeffizienz – besonders an Fassaden, wo das Material Witterungseinflüssen dauerhaft ausgesetzt ist.

Noch kritischer wird es bei Innendämmungen. Styropor kann Feuchtigkeit kaum regulieren. Dadurch besteht die Gefahr, dass sich im Inneren von Wänden Feuchte sammelt, was wiederum zu Schimmelbildung führen kann. Gerade in Wohnräumen, wo ein gesundes Raumklima wichtig ist, ist das ein erheblicher Nachteil.

Außerdem bietet EPS kaum Schallschutz. Wer neben Wärmedämmung auch eine bessere Akustik wünscht – etwa in städtischen Gebieten oder bei lauten Nachbarn –, wird mit Styropor allein nicht glücklich. Es dämmt Geräusche von außen oder zwischen den Zimmern kaum.

Insgesamt kann Styropor zwar eine günstige Lösung sein, besonders bei Sanierungen von außen. Doch wer langfristig auf Dauerhaftigkeit, Behaglichkeit und ein gesundes Raumklima Wert legt, sollte auch alternative Dämmstoffe wie Mineralwolle, Holzfaser oder Zellulose in Betracht ziehen. Die Investition lohnt sich oft schon nach wenigen Jahren – nicht nur energetisch, sondern auch komfortmäßig.

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