Wie Schmerzmittel die Niere schädigen können

Beliebte Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen oder Diclofenac gehören zur Gruppe der nichtsteroidalen entzündungshemmenden Arzneimittel (NSAR). Viele Menschen greifen regelmäßig dazu, oft ohne genau hinzusehen, was wirklich im Körper passiert. Dabei kann die unbedachte Einnahme gerade über einen längeren Zeitraum die Nieren schädigen.

Der Grund liegt in der Wirkweise dieser Mittel: Sie hemmen sogenannte Prostaglandine – natürliche Gewebshormone, die unter anderem dafür sorgen, dass die Nieren ausreichend durchblutet werden. Wenn diese Prostaglandine blockiert werden, sinkt der Blutfluss in die Nieren. Auf Dauer kann das zu einer vermehrten Belastung des Nierengewebes führen – besonders riskant ist das bei bereits geschwächter Nierenfunktion, etwa durch Alter, Diabetes oder Bluthochdruck.

Problematisch wird es oft erst, wenn bereits Schäden entstanden sind. Viele bemerken keine direkten Warnsignale, da die Symptome – wie leichte Müdigkeit oder Schwellungen – unspezifisch sind. Doch die Niere kann nur begrenzt regenerieren. Wer regelmäßig zu Schmerzmitteln greift, etwa bei Kopf- oder Rückenschmerzen, sollte deshalb ärztlichen Rat einholen und die Einnahme nicht über Monate hinweg fortsetzen, ohne Kontrolle.

Einmal jährlich eine Nierenfunktion prüfen zu lassen, kann helfen – besonders bei Risikopatienten. Denn: Was im Kleinen hilft, kann im Großen schaden. Und die Nieren danken es mit ausreichender Vorsicht.

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