Warum eingelegte Gurken bitter schmecken können
Wer sich auf knackige, selbst eingelegte Gurken freut, erlebt manchmal eine unangenehme Überraschung: Sie schmecken bitter. Der Grund für den bitteren Geschmack ist meistens kein Fehler beim Einlegen selbst, sondern liegt bereits beim Anbau der Gurkenpflanzen im Garten.
Gurken reagieren äußerst empfindlich auf Umweltstress. Ein Hauptauslöser für die Entstehung von Bitterstoffen ist extremer Hitzestress in Kombination mit zu geringer Wässerung während der heißen Sommermonate. Wenn die Pflanze nicht genügend Feuchtigkeit bekommt, schüttet sie als Schutzmechanismus natürliche Bitterstoffe aus, die sogenannten Cucurbitacine. Diese verteilen sich in der Frucht und bleiben auch nach dem Einmachprozess erhalten.
Ein weiterer, oft unterschätzter Faktor ist das Gießwasser. Wer seine Pflanzen an heißen Tagen mit eiskaltem Brunnen- oder Leitungswasser schockt, löst ebenfalls Stress aus. Die Pflanzen reagieren darauf prompt mit Bitterkeit. Es empfiehlt sich daher, stets temperiertes, in der Sonne abgestandenes Wasser zu verwenden.
Kann man bittere Gurken trotzdem einlegen? Grundsätzlich ja, allerdings lässt sich die Bitterkeit durch den Sud nur schwer vollständig neutralisieren. Ein bewährter Trick ist es, die Enden der Gurken vor der Verarbeitung großzügig abzuschneiden, da sich die Bitterstoffe dort am stärksten konzentrieren, und das Gemüse vorab in Salzwasser zu legen, um einen Teil der Stoffe zu entziehen.
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