Warum schmerzt das Ohrläppchen?
Ein schmerzendes Ohrläppchen kann verschiedene Ursachen haben – von harmlos bis ernst. Oft beginnt es mit etwas ganz Alltäglichem: Einem frischen Ohrloch. Das Einstichloch kann leicht entzündet sein, besonders wenn es nicht sauber gehalten wird. Auch Insektenstiche oder kleine Verletzungen, etwa durch das Zupfen am Ohrring, können für Schmerz und Schwellung sorgen.
Ein weiterer häufiger Schuldiger ist die Nickelallergie. Viele Ohrringe enthalten Metalle, auf die empfindliche Haut reagiert. Rötung, Juckreiz und Schwellung sind typische Anzeichen. Tauscht man den Schmuck gegen hypoallergene Materialien wie Chirurgenstahl oder Titan aus, bessern sich die Beschwerden meist schnell.
Manchmal steckt aber auch eine tiefere Infektion dahinter. Eine Mastoiditis, also eine Entzündung des Warzenfortsatzes hinter dem Ohr, ist zwar selten, aber ernst. Dazu gehören Fieber, starke Schmerzen und Schwellung. Auch Abszesse oder Zellulitis, eine bakterielle Hautinfektion, erfordern medizinische Behandlung – oft mit oralen oder lokalen Antibiotika.
Wenn das Ohrläppchen über Tage hinweg schmerzt, anschwillt oder eitert, sollte man besser zum Arzt gehen. Leichte Fälle lassen sich mit rezeptfreien Salben oder kalten Kompressen lindern, aber nur eine genaue Diagnose zeigt, ob mehr nötig ist. Vorbeugung hilft: Saubere Ohrringe, keine übermäßige Manipulation und bei Neigung zu Allergien geeignete Materialien wählen.
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