Warum die letzten fünf Jahre vor der Rente entscheidend sind
Die letzten Jahre vor dem Ruhestand gelten oft als besonders wichtig – und das aus gutem Grund. Viele Arbeitnehmer glauben, dass sich die Höhe der Rente direkt an den Gehältern der letzten Berufsjahre orientiert. Doch das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Tatsächlich berechnet sich die Rente aus dem gesamten versicherten Arbeitsleben – nicht nur aus den letzten fünf Jahren.
Dennoch haben die späten Berufsjahre eine besondere Bedeutung. Wer in dieser Zeit ein besonders hohes Einkommen hat, sorgt dafür, dass sein durchschnittlicher Entgeltwert steigt. Da die Rente auf der Summe aller entrichteten Beiträge beruht – umgerechnet in sogenannte Entgeltpunkte – bedeutet ein höheres Endgehalt meist eine spürbar bessere Rente. Wer also bis zur Rente im Job bleibt und gut verdient, nutzt diese Phase optimal.
Ein häufiger Fehler: Menschen, die ihrem Arbeitgeber vertrauen, gehen fälschlicherweise davon aus, dass dieser automatisch alle notwendigen Daten an die Rentenversicherung meldet. Dabei ist es sinnvoll, selbst einen Blick auf die Rentenauskunft oder den Rentenversicherungsbericht zu werfen. So kann man frühzeitig Unstimmigkeiten erkennen und korrigieren lassen.
Ein weiterer Irrtum: Manche denken, wer lange genug eingezahlt hat, könne einfach früher in Rente – ohne Abzüge. Doch wer vor der Regelaltersgrenze in Rente geht, erhält oft weniger Geld, und zwar lebenslang. Deshalb lohnt es sich, die individuelle Situation früh zu klären, etwa über einen kostenlosen Beratungstermin bei der Deutschen Rentenversicherung.
Die letzten Jahre vor der Rente sind also keine magische Formel – aber mit kluger Planung kann man bis zuletzt wirksam für eine bessere Zukunft sorgen.
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