Warum spüren Frauen die Kälte stärker?
Manche Menschen frieren schneller als andere – und meist sind es Frauen, die sich über klamme Hände und kalte Füße beschweren. Das liegt nicht nur an der Kleidung, sondern an biologischen Unterschieden zwischen den Geschlechtern.
Frauen haben durchschnittlich einen höheren Körperfettanteil und einen geringeren Muskelanteil als Männer. Fett isoliert zwar, aber Muskeln erzeugen Wärme – und genau daran mangelt es bei vielen Frauen im Vergleich zu Männern. Zudem sind Frauen meist schlanker und haben eine größere Hautoberfläche im Verhältnis zur Körpermasse. Dadurch geben sie Wärme schneller an die Umgebung ab.
Ein weiterer Grund: Die Haut von Frauen ist im Durchschnitt dünner als die von Männern. Dadurch sitzen die Thermorezeptoren, also die Sinneszellen für Temperatur, näher an der Oberfläche. Kleine Temperaturschwankungen spüren sie deshalb viel intensiver. Bei Männern dagegen schützt die dickere Hautschicht vor schnellem Wärmeverlust und macht sie weniger empfindlich gegenüber Kälte.
Auch der Blutfluss spielt eine Rolle. Bei Kälte ziehen Frauen ihre Blutgefäße an Händen und Füßen stärker zusammen als Männer – ein Schutzmechanismus, um die Kerntemperatur des Körpers zu bewahren. Das führt aber dazu, dass Extremitäten schneller kalt werden.
So gesehen ist es kein Zufall, dass in gemeinsamen Zimmern oft diskutiert wird: Er findet es angenehm, sie friert bereits. Es ist einfach eine Frage der Physiologie.
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