Warum Tomaten ausgeizen?
Wenn du Tomaten im Garten oder auf dem Balkon anbaust, hast du vielleicht schon einmal vom Ausgeizen gehört. Doch was bedeutet das eigentlich – und warum ist es so wichtig?
Beim Ausgeizen entfernt man die sogenannten Geiztriebe, jene kleinen Triebe, die sich im Winkel zwischen Haupttrieb und Blattstiel bilden. Lässt man sie wachsen, entwickeln sie sich zu neuen Seitentrieben – die Pflanze verzweigt sich stark und bildet viel Blattmasse.
Doch hier liegt das Problem: Eine stark verzweigte Pflanze verteilt ihre Kraft auf viele Triebe und Früchte. Das bedeutet weniger Energie für die einzelnen Tomaten. Wer größere, saftigere und geschmackvollere Früchte möchte, sollte daher regelmäßig die Geiztriebe entfernen – besonders bei sogenannten Hochstämmen, die als Rankpflanzen gezogen werden.
Durch das Ausgeizen konzentriert sich die Pflanze auf weniger Fruchtstände. Nährstoffe und Wasser fließen gezielter dorthin, wo sie am meisten zählen: in die reifenden Tomaten. Das Ergebnis? Festeres Fruchtfleisch, intensiverer Geschmack und oft auch eine frühere Ernte.
Wichtig ist, die Triebe früh zu entfernen – am besten mit zwei Fingern abbrechen, wenn sie noch klein sind. So vermeidet man Verletzungen an der Pflanze, die Krankheiten anlocken könnten. Bei Busch- oder Wildtomaten ist das Ausgeizen meist nicht nötig, da sie von Natur aus kompakter wachsen.
Ein kleiner Aufwand – mit großem Ertrag.
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