Warum langes Nahsehen die Augen belastet

Wer viel am Bildschirm arbeitet, liest oder aufs Smartphone schaut, kennt das: Nach einer Weile spannen die Augen, die Sicht wird müde, manchmal trübe. Der Grund liegt in der anhaltenden Anstrengung. Wenn die Augen über längere Zeit auf kurze Distanzen fokussieren, muss die Linse im Auge ständig nachjustieren. Diese Dauerspannung führt zu visueller Ermüdung – ein Zustand, den viele als schweres Gefühl in den Augen, Kopfschmerzen oder Schwierigkeiten beim Fokussieren wahrnehmen.

Studien zeigen, dass besonders langes und ununterbrochenes Nahsehen ein Risikofaktor für die Entwicklung von Kurzsichtigkeit, auch Myopie genannt, sein kann – besonders bei Kindern und Jugendlichen, deren Augen noch in der Entwicklung sind. Die Augen gewöhnen sich quasi an die Nähe und verlieren langsam die Fähigkeit, entspannt in die Ferne zu sehen.

Abhilfe schafft bewusste Augenpflege im Alltag: Regelmäßiges Blinzeln, Pausen nach der 20-20-20-Regel (alle 20 Minuten 20 Sekunden in 20 Fuß – also etwa sechs Meter – Entfernung schauen) und das Wechseln zwischen Nähe und Weite entlasten das Sehorgan. Auch Tageslicht und Zeit im Freien stärken die Augengesundheit.

Die Augen brauchen, wie jeder andere Körperteil auch, Abwechslung. Wer seinen Blick gelegentlich schweifen lässt – über Wiesen, Dächer oder in den Himmel –, tut ihnen etwas Gutes. Und tut sich selbst etwas Gutes.

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