Warum tränen die Augen nach einer Grauen-Star-OP?

Nach einer Operation am grauen Star ist es völlig normal, wenn die Augen zu tränen beginnen, sich brennend anfühlen oder ein leichtes Kratzen oder Jucken verspürt wird. Viele Patienten wundern sich darüber, doch in den meisten Fällen ist das völlig unbedenklich und ein Zeichen dafür, dass sich das Auge langsam erholt.

Die Ursache liegt oft in der vorübergehenden Störung des Tränenfilms. Während und nach der Operation kann die feine Balance zwischen den Schichten des Tränenfilms – Fett, Wasser und Schleim – durcheinandergeraten. Dadurch ist die Augenoberfläche nicht mehr optimal benetzt, was zu Reizungen führt. Das Auge versucht dann, sich selbst zu schützen, indem es vermehrt Tränen produziert.

Das ist jedoch vorübergehend.

Innerhalb weniger Tage bis Wochen reguliert sich der Tränenfilm meist von selbst. Der behandelnde Augenarzt kann zusätzlich künstliche Tränen empfehlen, um die Heilung zu unterstützen und das unangenehme Gefühl zu lindern. Auch leichte Sehverschleierungen direkt nach der OP sind normal – die endgültige Sehleistung stellt sich schrittweise ein.

Wichtig ist, auf Warnzeichen wie starke Schmerzen, plötzliche Sehminderung oder starke Rötung zu achten. In diesen Fällen sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Doch bei einfachen Beschwerden wie Tränen oder Jucken brauchen Patienten sich in der Regel keine Sorgen zu machen. Die Augen brauchen einfach etwas Zeit, um sich an ihre neue Situation nach der Operation zu gewöhnen.

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