Warum tropfen Bienenwachskerzen?

Wer schon einmal eine Bienenwachskerze abbrennen ließ, kennt das Problem: Nach einer Weile tropft das Wachs langsam den Kerzenhalter hinunter. Doch woran liegt das eigentlich?

Der häufigste Grund ist Zugluft. Selbst ein leichter Luftzug, etwa von einem gekippten Fenster oder einem Lüfter, lässt die Flamme zur Seite flackern. Dadurch brennt die Kerze nicht gleichmäßig ab – auf einer Seite schmilzt das Wachs schneller und sammelt sich, bis es überläuft und tropft. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob der Docht perfekt gewählt ist oder nicht.

Ein weiterer Grund kann die Wachsschichtung sein. Bienenwachs ist natürlich und unreguliert in der Dichte. Bei ungleichmäßiger Dicke oder Verunreinigungen im Wachs kann es vorkommen, dass sich das flüssige Wachs an einer Stelle staut und schließlich überkriecht. Das ist besonders bei handgefertigten Kerzen nicht selten.

Um Tropfen zu vermeiden, sollte die Kerze immer an einem zugfreien Ort platziert werden. Zudem hilft es, sie beim ersten Brennen lange genug brennen zu lassen – idealerweise so lange, bis die komplette Oberfläche flüssig ist. So entsteht eine gleichmäßige „Schmelzzone“ und das Wachs brennt später nicht einseitig ab.

Im Gegensatz zu Paraffinkerzen ist das Tropfen bei Bienenwachskerzen kein Zeichen von geringer Qualität – oft gehört es einfach zum natürlichen Charme dieser handgemachten Lichtquellen.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen