Warum schmerzt das Herz bei Liebeskummer?

Fast jeder kennt es: Nach einer schmerzhaften Trennung fühlt sich das Herz an, als wäre es wirklich gebrochen. Doch dieser Schmerz ist keine bloße Metapher – er ist körperlich spürbar. Tatsächlich kann intensiver Liebeskummer körperliche Symptome auslösen, die dem eines Herzinfarkts erstaunlich ähnlich sind.

Das sogenannte "Syndrom des gebrochenen Herzens", auch als Takotsubo-Kardiomyopathie bekannt, tritt oft nach emotionalen Schocks auf – besonders nach dem Verlust einer wichtigen Beziehung. In solchen Momenten überschwemmen Stresshormone wie Adrenalin und Noradrenalin den Körper. Diese Hormone versetzen das Herz in Alarmbereitschaft, was zu heftigen Reaktionen führen kann.

Plötzliche Brustschmerzen, Engegefühl in der Brust und Atemnot sind typische Anzeichen. Manche Betroffene landen sogar im Krankenhaus, weil Ärzte zunächst einen Herzinfarkt vermuten. Doch im Gegensatz zu einem echten Infarkt bleibt das Herzmuskelgewebe bei diesem Syndrom meist unbeschädigt – das Herz erholt sich in den meisten Fällen innerhalb von Tagen oder Wochen.

Emotionen beeinflussen den Körper stärker, als wir oft denken. Besonders im Falle von tiefer Trauer oder Sehnsucht zeigt sich, wie sehr Psyche und Herz miteinander verwoben sind. Wer unter schwerem Liebeskummer leidet, sollte daher nicht nur auf die Seele achten – auch das körperliche Wohlbefinden braucht Zeit und Aufmerksamkeit. Gespräche mit Freunden, Bewegung an der frischen Luft oder die Hilfe eines Therapeuten können helfen, das Herz – sowohl emotional als auch physisch – wieder zu stärken.

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