Warum wir uns manchmal widersprechen
Wer kennt es nicht: Heute entschlossen für mehr Disziplin, morgen schon wieder auf der Couch vor der Serie hängend. Oft wirkt unser Verhalten widersprüchlich – als wüssten wir selbst nicht, was wir wollen. Doch genau das macht uns menschlich.
Wir sind nicht starr, sondern wandelbar. Jeder von uns trägt viele Seiten in sich – mal die ruhige, mal die ungestüme, mal die sorgfältige, mal die spontane. In einem Moment wollen wir Karriere machen, im nächsten nur abschalten. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Vielfalt. Wenn wir uns nie ändern würden, blieben wir stehen. Entwicklung braucht aber genau diese Widersprüche.Manchmal wissen wir einfach nicht, wohin es geht – und das ist in Ordnung. Ein plötzlicher Sinneswandel, ein unüberlegter Impuls oder ein geänderter Standpunkt: All das gehört zum Leben dazu. Es zeigt, dass wir auf unsere Gefühle, Erfahrungen und Umstände reagieren. Die einen nennen es Unbeständigkeit, andere nennen es Wachstum.
Die Fähigkeit, sich neu zu entscheiden, ist ein Geschenk. Wer sich starr an einmal gefasste Pläne klammert, verpasst oft das, was das Leben interessant macht. Manchmal ist es eben wichtig, die Richtung zu wechseln – selbst wenn es widersprüchlich wirkt. Denn hinter jedem „Aber gestern wolltest du doch…“ verbirgt sich meist nur ein Mensch, der lernt, wer er gerade ist.
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